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Bedeutung der Zusammenarbeit der Länder der Visegrad-Gruppe

Bedeutung der Zusammenarbeit der Länder der Visegrad-Gruppe

18. 3. 2016 

In letzter Zeit intensivierten sich die Verhandlungen im Rahmen der Länder der Visegrad-Gruppe, die gemeinsam mit der Tschechischen Republik von Ungarn, Polen und der Slowakei gebildet wird. Die gegebenen Länder haben auch angesichts der neuerlichen Geschichte vieles gemeinsam. Wie sieht jedoch die wirtschaftliche Durchbindung der erwähnten Länder aus und kam es in dieser Richtung in den letzten zwei Dekaden zu irgendeiner Veränderung? Die Antwort auf diese Frage suchen wir mithilfe der Daten über die Entwicklung des Außenhandels.

 

In letzter Zeit begegnen wir häufigen Treffen der Leader der sog. Visegrad-Gruppe. Die Verhandlungen haben sich aus dem Grund der Lösung der Immigrations-Krise intensiviert, wo diese politische Gruppierung gegen die obligatorischen Quoten der Umverteilung der Flüchtlinge kämpft. Die Länder der Visegrad-Gruppe setzen eine Lösung in Form des Schutzes der äußeren Grenzen der Europäischen Union durch, die Lösung des Konfliktes an dem Ort, wo Krieg geführt wird, eine tiefere Zusammenarbeit mit der Türkei (von wo aus viele Menschen gerade nach Europa flüchten) und die Unterstützung der westbalkanischen Länder, die in der Vergangenheit große Probleme unter dem Andrang neuer Flüchtlinge gelöst haben. Zwischen diese Länder gehört auch das V4-Mitglied Ungarn.

Zurzeit führt die Tschechische Republik den Vorsitz der Visegrad-Gruppe. Die Hauptziele des Vorsitzes sind vor allem die Zusammenarbeit im Bereich der Energiewirtschaft, die Abwehrzusammenarbeit und die Entwicklung der digitalen Wirtschaft. Weitere wichtige Themen sind die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur, die soziale Dimension der europäischen Integration oder der Kampf gegen Steuerhinterziehungen. Die Tschechische Republik koordiniert im Rahmen des Vorsitzes auch die Treffen der V4-Länder vor der Verhandlung des Europäischen Rates in Brüssel und vor weiteren Gipfeltreffen der EU-Leader.

 

Wirtschaft der V4-Länder

Die Bedeutung der Zusammenarbeit der V4-Mitglieder ist nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich. Diese Länder hatten noch vor dem Eintritt in die EU zwischen einander ein Abkommen über den freien Handel, was ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit intensiviert hat. Diese Staaten haben nämlich vieles gemeinsam. Es handelt sich um schnell wachsende postkommunistische Wirtschaften, die ihre starke Position erst aufbauen. Typische Merkmale dieser Länder sind ein relativ hoher Anteil der Industrie am Bruttoinlandsprodukt - BIP (siehe Diagramm unten – Anteil der Industrie am Bruttowehrwert) und die enge Angebundenheit an die EU-Länder, vor allem an Deutschland. Deutsche Firmen zieht in die Länder der Visegrad-Gruppe vor allem die relativ billige und dabei qualitätsvolle Arbeitskraft. Die Frage ist, in welchem Maß sich diese Staaten wirtschaftlich wirklich den westeuropäischen Ländern und hauptsächlich Deutschland gegenüberstellen können, dessen wirtschaftlicher Bedeutung und Position in der EU in nächster Zeit schwer irgendwer wett werden kann.

Industrie/Bruttomehrwert (2014)

Die Staaten der Visegrad-Gruppe beteiligten sich am gesamten BIP der Europäischen Union im Jahre 2014 mit ungefähr 5,3 %. Der Anteil Deutschlands betrug im Gegenteil dazu 21 %.

Wirtschaft der Tschechischen Republik

Die Tschechische Republik ist eine typisch auf den Export und die Industrie ausgerichtete Wirtschaft. Nach dem Jahr 1989 machte sie auch dank ihrer geografischen und historischen Nähe zu Westeuropa ein bedeutendes Wachstum durch. Es handelt sich um ein stabiles und prosperierendes Land. Das reale BIP der Tschechischen Republik stieg zwischen den Jahren 2000 bis 2014 um 40 %.

Struktur des Außenhandelsumsatzes_CZ

Auf den Diagrammen sehen wir, wie sich der Anteil des gegenseitigen Handels der Tschechischen Republik gegenüber den V4-Ländern, Deutschland und dem Rest der Welt geändert hat. Zwischen den Jahren 2000 und 2014 ist ein Anstieg der wirtschaftlichen Zusammenarbeit der Tschechischen Republik und der Länder der Visegrad-Gruppe erkenntlich. Am internationalen Handel der Tschechischen Republik beteiligten sich die V4-Länder mit 16 %, was gegenüber 13 % im Jahre 2000 einen positiven Trend aufweist. Der Haupthandelspartner ist eindeutig nach wie vor Deutschland und zwar auch trotz des Rückgangs von 36 % auf 29 %.

Wirtschaft der Slowakei

Die Slowakei, die mit der Tschechischen Republik historisch einen Staat geteilt hatte, hat auch eine sehr ähnliche wirtschaftliche Entwicklung. Die Hauptorientierung ist wieder industriell. Die Haupthandelspartner sind Deutschland und die Tschechische Republik. Das reale BIP der Slowakei stieg ab dem Jahre 2000 bis zum Jahre 2014 um 70 %.

Struktur des Außenhandelsumsatzes_SK

Der Anteil des gegenseitigen Handels der V4-Länder am gesamten Außenhandelsumsatz der Slowakei bewegte sich sowohl in den Jahren 2000 als auch 2014 um die 24 %. Es veränderte sich nur die geografische Struktur. Auf den Diagrammen können wir sehen, dass die Bedeutung des gegenseitigen Handels zwischen der Slowakei und der Tschechischen Republik sank. Von den V4-Ländern stieg im Gegenteil dazu die Zusammenarbeit mit Polen und Ungarn. Der Handel mit den V4-Ländern ist aber nach wie vor nicht wichtiger, als der Handel mit Deutschland. Das ist zwar nicht solch ein dominanter wirtschaftlicher Partner wie im Jahre 2000, spielt jedoch nach wie vor die Hauptrolle. Zudem ist Deutschland der Hauptpartner der Tschechischen Republik und der weiteren Länder der Visegrad-Gruppe, was seine Bedeutung bloß erhebt.

Wirtschaft von Ungarn

 Ungarn ist ein weiteres Mitglied der Visegrad-Gruppe. Es handelt sich wieder um eine auf dem Export basierende industrielle Wirtschaft mit engen Bindungen an Deutschland. Ungarn ist vielleicht ein wenig überraschend nicht allzu sehr mit den Balkenländern wirtschaftlich durchgebunden, was vor allem durch deren schwache Wirtschaft gegeben ist. Das reale BIP in diesem Land stieg in den Jahren 2000 bis 2014 um 29 %.

Struktur des Außenhandelsumsatzes_HU

Deutschland ist auch für das weitere Mitglied der Visegrad-Gruppe der wirtschaftliche Hauptpartner. Deutschland beteiligt sich am ungarischen internationalen Handel mit rund einem Viertel. Von den V4-Ländern stieg die Bedeutung des gegenseitigen Handels sowohl mit Polen, als auch mit der Slowakei und der Tschechischen Republik. Obwohl die Zusammenarbeit Ungarns mit den anderen Ländern der Visegrad-Gruppe zurzeit nur etwa 14 % des gesamten internationalen Handels bildet, handelt es sich gegenüber dem Jahr 2000 um einen erheblichen Anstieg und positiven Trend. Im Jahre 2000 waren es nämlich nur 5,5 %.

 

Wirtschaft von Polen

Das vierte Land der Visegrad-Gruppe ist Polen. Polen ist eine weitere Wirtschaft, die sich auf die Industrie orientiert. Die beteiligt sich mit ungefähr 25 % am gesamten Bruttomehrwert. Das reale polnische BIP stieg in den Jahren 2000 bis 2014 um ungefähr 64 %.

Struktur des Außenhandelsumsatzes_PL

Auch bei Polen können wir den wachsenden Handel mit den Ländern der Visegrad-Gruppe bemerken. Sein Anteil am gesamten internationalen Handel stieg von 6,4 % im Jahre 2000 auf 9,1 % im Jahre 2014. Deutschland behält so, wie bei den anderen V4-Staaten, seine dominante Position. Am Außenhandel beteiligte es sich mit 23,8 %.

Fazit

Aus den vorhergehenden Angaben ist ersichtlich, dass die Wichtigkeit der gegenseitigen wirtschaftlichen Zusammenarbeit der V4-Länder wächst. Deutschland bleibt jedoch im Rahmen des Außenhandels dieser Wirtschaften weiterhin dominant. Deutschland, als wirtschaftliche Großmacht Europas, nimmt die Hauptposition bei allen Staaten der Visegrad-Gruppe, sowohl auf Seite der Exporte, als auch Importe, ein.

Zudem ist es für die V4-Wirtschaften wichtig, die Struktur der Handelspartner zu diversifizieren und ihre Abhängigkeit von Westeuropa zu reduzieren. Eine eventuelle Verlangsamung der deutschen Wirtschaft kann so  teilweise durch den gegenseitigen Handel im Rahmen der Visegrad-Gruppe oder durch den Handel mit anderen Handelspartnern ersetzt werden.

 
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